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815. Hamburger Hafengeburtstag 2004
| Dieser Bericht besteht aus 2 Seiten. |
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Wie im Jahr 2003 bin ich auch in diesem Jahr mit dem russischen 3-Mast-Vollschiff MIR von Hamburg in die neue Segelsaison gestartet. Ausgangspunkt war der 815. Hamburger Hafengeburtstag,
ein Ereignis, welches immer mehr See- und Sehleute in seinen Bann zieht. 2003 wurden ca. 1,2 Mio. Besucher gezählt. Der Hafengeburtstag ist tatsächlich aber erst 25 Jahre alt. Vielfältige Aktivitäten zu Wasser, in der Luft und natürlich an Land und ein umfangreiches Programm
sorgten erneut für einen großen Besucherandrang, insbesondere auf der Hafenmeile zwischen der Fischauktionshalle und der Speicherstadt.
Leider konnte ich erst am Freitag abend anreisen und habe daher die Einlaufparade der teilnehmenden Schiffe verpasst. Die MIR lag bei meiner Ankunft hinter der KRUZENSHTERN (ehemalige deutsche "PADUA", letzter noch segelnde Flying-P-Liner) an den Landungsbrücken und ich musste mich mit meinem Gepäck zunächst einmal durch eine
größere Menschenmasse wühlen. Nachdem ich mein Zeug an Bord in Kubrick 114 verstaut hatte, war erst einmal Zeit für einen ersten Bummel über die Festmeile.
Besonders auffällig war zunächst das Schiff hinter der MIR. Es handelte sich um die ZINAT AL BIHAAR (Zierde der Meere), einen ganz aus Holz gefertigten Dreimaster im Stil einer Dhau. Dieses Schiff ist das Staatsschiff des
Sultan von Oman, Qabus Bin Said. Mit 61 m Länge, 9,8 m Breite und einer maximalen Höhe von 42,5 m war dieses elegante Schiff natürlich ein Blickfang.
Unter dem traditionellen Kleid verbirgt sich aber feinste Yacht-Technik. Leider war es nicht möglich, das Schiff von innen zu besichtigen. So blieb mir nur der Rundgang über das Deck, der aber auch sehr interessant war.
Überall roch es nach Weihrauch und es wurde auch einige orientalische Köstlichkeiten zum Probieren gereicht. Das Alter von 26 Jahren sah man dem Schiff wirklich nicht an, es wirkte alles so neu, als ob die Dhau gerade vom Stapel gelaufen wäre.
Neben diesem Exoten waren aber natürlich auch viele andere Schiffe zum Hafengeburtstag gekommen. So lag neben dem Museumsschiff RICKMER RICKMERS
z.B. die SWAN FAN MAKKUM, eine Brigantine (erster Mast rahgetakelt, zweiter Mast schonergetakelt) aus Holland.
Natürlich gab es auch diesmal nicht nur Segelschiffe zu sehen. Die Bundesmarine war mit der Fregatte F219 SACHSEN vertreten, einem Schiff der neuen F 124 Klasse. Diese Klasse ersetzt die letzten deutschen Zerstörer. Auch der Tanker A1426 WALCHENSEE war zu Besuch.
Darüber hinaus gab es das ehemalige Feuerschiff ELBE 1 und das Fischereischutzboot SEEADLER der deutschen Küstenwache zu sehen.
Der ungekrönte Star an der Überseebrücke war aber sicherlich die russische Viermast-Bark SEDOV, das größte noch segelnde historische Segelschiff der Welt. Neuerdings wird sie allerdings noch durch das moderne 5-Mast-Vollschiff
ROYAL CLIPPER (Nachbau der legendären PREUSSEN) an Größe übertroffen.
Die SEDOV lief 1921 als MAGDALENE VINNEN auf der Germania-Werft in Kiel vom Stapel. 1936-1945 fuhr sie als KOMMODORE JOHNSON, bis sie nach dem Krieg 1945 als Reparationsleistung nach Rußland ging. Aber dank dieser Tatsache
fährt sie heute noch, in Deutschland wäre sie lange abgewrackt oder würde ein tristes Dasein als Museumsschiff fristen.
Über dem Hamburger Hafen war auch einiges los. Neben Überflügen einer alten Junkers JU 52 gab es Hubschrauberrundflüge, Doppeldeckerstaffeln, Fallschirmspringen, Bergungsübungen eines SAR-Hubschraubers, Überflüge und Landungen eines
Dornier-Wasserflugzeuges und vieles mehr. Einige Eindrücke hiervon seht Ihr auf den folgenden Bildern.
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Ein Höhepunkt der 3-tägigen Veranstaltungen war sicherlich das Schlepperballet und das große Feuerwerk am Samstag.
Mehr hierzu gibt es auf der nächsten Seite.