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815. Hamburger Hafengeburtstag 2004 - Seite 2
| Dieser Bericht besteht aus 2 Seiten. |
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Es ist immer wieder faszinierend zu sehen, wie die Kraftpakete des Hamburger Hafens ihr Schlepperballet präsentieren. Es sieht einfach aus, aber das Steuern in der aufgewühlten Elbe erfordert höchste Präzision der beteiligten Schiffsführer.
Die Hafenschlepper zeigen hier ihre außergewöhnliche Manövrierfähigkeit, die sie bei ihren täglichen Einsätzen dringend benötigen.
Pünktlich zum großen Feuerwerk klarte der Himmel über dem Hamburger Hafen etwas auf. Die Hafenbarkassen und Fahrgastschiffe fuhren beleuchtet durch den Hafen. Es wurden keine Kosten und Mühen gescheut und es wurde den vielen Besuchern an der Hafenmeile einiges geboten.
Von Bord der "MIR" hatten wir den besten Überblick und dementsprechend viele Besucher waren während des Feuerwerks an Bord.
Am Sonntag war das Wetter den ganzen Tag über ziemlich bescheiden, aber pünktlich zur Auslaufparade hatte der Wettergott ein Einsehen und es wurde sichtlich besser. Die MIR hatte noch viele Tagesgäste an Bord und von daher kam - zumindest für uns - noch gar kein Stress auf.
Nach und nach wurden alle großen Schiffe mit Schlepperhilfe in die Paradelinie bugsiert. So hatten wir die Gelegenheit, die KRUZENSHTERN und die SEDOV noch einmal aus der Nähe zu betrachten.
Die Auslaufparade wurde von der Dhau des Sultan von Oman angeführt.
Neben vielen "Sehleuten" war ein Fernsehteam des ZDF an Bord (der Beitrag über die Elbe soll am 11.09.2004 um 20.15 Uhr gesendet werden - ohne Gewähr), auch von einer Operationsschule der Bundesmarine war eine größere Gruppe an Bord.
Bei immer schönerem Wetter ging es elbabwärts, vorbei an Blankenese Richtung Nordsee. Die Stimmung an Bord war daher sehr entspannt und wir haben uns auch mit einigen Tagesgästen sehr gut unterhalten.
Weiter elbabwärts passierten wir Willkomm-Höft (das alte Schulauer Fährhaus). Seit 45 Jahren wird an diesem Elbabschnitt
jedes vorbeifahrende Schiff verabschiedet oder begrüßt. So wurde dort natürlich auch für die MIR die russische Nationalhymne angestimmt. Auf der Webseite von Willkomm-Höft gibt es übrigens eine Webcam mit Blick auf die Elbe.
Gegen Abend wurde es für die Tagesgäste dann Zeit, Abschied zu nehmen. Die Gäste wurde auf ein Fahrgastschiff ausgebootet, welches dann zurück nach Hamburg gefahren ist.
Auch für die langjährige Traineebetreuerin Bärbel Beuse wurde es damit Zeit, das Schiff zu verlassen. Bärbel betreibt auch seit langem eine eigene und sehr informative Homepage über die MIR.
Sie ist dem Schiff und der Besatzung seit vielen Jahren freundschaftlich verbunden.
Aus diesem Grund war es für sie ein schwerer Abschied. Bärbel wird voraussichtlich längere Zeit nicht mehr auf die MIR kommen, da sie für die nächsten Monate
eine feste Anstellung auf der Barkentine ATLANTIS gefunden hat. Hier hat sie zum ersten Mal die Gelegenheit,
ihrem Hobby nachzugehen und dabei auch noch Geld zu verdienen. Für den neuen Job wünsche ich alles Gute und immer "Fair Winds".
Zum Abschied der Tagesgäste wurde über Bordlautsprecher das Lied "Time to say goodbye" gespielt. Da wurde dann doch die eine oder andere Abschiedsträne sichtbar, selbst die blauen Jungs
von der Bundesmarine konnten sich der Wirkung dieses Augenblicks nicht so ganz entziehen.
So, mit dem Ausbooten der Tagesgäste endet auch mein Bericht vom Hafengeburtstag 2004. Einen Bericht vom anschließenden Segeltörn rund Skagen nach Travemünde könnt ihr demnächst unter der Rubrik Törnberichte lesen.