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Törn M0301 Hamburg-Warnemünde auf dem 3-Mast-Vollschiff "MIR"

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Die MIR bei der Einlaufparade in Hamburg

Im Mai 2003 habe ich meinen ersten Törn mit dem russischen 3-Mast-Vollschiff "MIR" gemacht. Vom Hamburger Hafengeburtstag aus ging es rund um Skagen nach Warnemünde. Einige der nachfolgenden Fotos stammen von meinen Segel- und Kubrickgenossen Paul Müller aus Langwedel, Peter Luckow aus Reinfeld bzw. Rolf Claus aus Schleswig. Hierfür noch einmal besten Dank. Die Bilder sind im Bildtitel entsprechend gekennzeichnet. Da ich eine zusätzliche Übernachtung für den Hafengeburtstag gebucht hatte, traf ich schon am Freitag in Hamburg ein. Dank freundlicher Unterstützung von Bärbel Beuse, der Traineebetreuerin auf der "MIR", konnte ich meinen Seesack schon morgens auf der "MIR" deponieren.

Das eigentliche Einchecken fand dann erst abends statt. Ich bekam Kabine (Kubrick) 139 im Hauptdeck zugeteilt und wurde für die 4-8 Wache eingeteilt. Die Toiletten und Duschen befanden sich ein Deck tiefer im Zwischendeck. Die erste Katastrophe erlebte ich schon beim Auspacken meines Seesacks. Ich hatte Kaffee und ein Glas Trockenmilch mitgebracht, nur leider war die Trockenmilch am Rand des Seesacks untergebracht. Beim etwas unsanften Absetzen des verdammt schweren Sacks hat sich dann das Glas verabschiedet und das Trockenmilchpulver verteilte sich durch den ganzen Sack. Die Riesensauerei kann man sich vorstellen. Notgedrungen musste ich dann jedes Kleidungsstück erst einmal im Kabinengang ausschütteln. Anschließend sah es aus, als ob ein Feuerlöscher explodiert wäre und ich konnte mich erst einmal um einen Besen und einen Aufnehmer bemühen. Schließlich war aber wieder alles einigermaßen in Ordnung.

Während des Hafengeburtstags waren in meinem Kubrick einige Übernachtungsgäste untergebracht und der Kubrick entsprechend voll. Erst am Sonntag lichtete sich das Ganze. Von da an waren nicht mehr alle Kojen (max. 12) belegt und meine Mitsegler und ich konnten uns samt Gepäck etwas weiter ausbreiten. Wir waren alle für die 4-8 Wache eingeteilt, so dass es mit unterschiedlichen Schlafenszeiten keine Probleme gab.

Im letzten Jahr war ich auf der "KHERSONES" übrigens auch zeitweilig in Kabine 139 untergebracht, dort waren es jedoch 4-Bett-Kabinen mit Dusche/WC. Dort wurden die alten 12-Bett Kubricks in jeweils 2 Vierbett-Kabinen aufgeteilt. Aber die Ähnlichkeit zwischen den Schiffen war trotzdem sehr groß. Nur der Souvenirladen der KHERSONES war auf der MIR in dieser Form nicht vorhanden.

Die oberste Koje war meine Kubrick Nr. 139  - Foto: Paul Müller Hier war auf der KHERSONES ein Souvenirladen - Foto: Paul Müller Hauptdeck Steuerbordseite, Blick zum Auditorium - Foto: Paul Müller

Der erste Eindruck von der "MIR" war sehr gut. Über die Wintermonate wurde wohl viel gearbeitet und so präsentierte sich die "MIR" optisch in gutem Zustand. Auch das gerade 4 Wochen alte neue Teakdeck und die neuen Handläufe an der Reling unterstrichen diesen Eindruck.

Die Ereignisse rund um den Hafengeburtstag sind an anderer Stelle beschrieben, so dass ich mich nachfolgend auf den eigentlichen Törn nach dem Ausbooten der Tagesgäste bei Twielenfleet beschränken möchte. Bei der Ausfahrt über die Elbe konnte ich meine neuerworbenen SBF-SEE Kenntnisse in der Praxis testen. Eine so gute Gelegenheit, die Lichterführung verschiedener Schiffe, sowie Leit- oder andere Feuer "live" zu erleben, bekomme ich so schnell wohl nicht wieder. Vor der Ausfahrt auf die Nordsee bekamen wir von Bärbel und "Chief Mate" Jury noch die erste Sicherheitseinweisung.

Auslaufparade Jetzt geht es endlich los

Der nächste Tag begann mit prima Segelwetter bei mittlerem Wind und so machten wir gute Fahrt nach Norden. Die Segelwachen begannen am Montag ab 08.00 Uhr, so dass wir zunächst noch einmal ausschlafen konnten. Nachmittags ging es dann aber auch für uns los mit der Arbeit. Die Segelmanöver liefen an Bord der "MIR" aber viel gelassener ab, als z.B. auf der "KHERSONES", so dass auch wir ungeübten Trainees keine große Mühe hatten, an den richtigen Stellen mitzuhelfen.

Hier machte sich für uns auch die geringe Anzahl von Kadetten (ca. 35) an Bord positiv bemerkbar, wir wurde für größere Segelmanöver wirklich benötigt und es kam häufiger die Aufforderung "Please help us" von Seiten der Kadetten. So machte die Sache von Anfang an viel mehr Spaß, als wenn man sich nur als notwendiges Übel an Bord fühlt.

Die Klüver sind gesetzt Endlich auf See Rolf und Rainer

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