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Törn 134 "Durch die Biscaya" Lissabon - Oostende - Seite 1
Im März 2006 stand mein erster Törn als Deckshand-Anwärter auf der ROALD AMUNDSEN auf dem Programm.
Startpunkt des Törns war Lissabon in Portugal. Nach einem preisgünstigen Air-Berlin Hoppelflug mit Zwischenstopp auf Mallorca bin ich
gut in Lissabon angekommen. In Begleitung des 3. Steuermanns Manfred Procher, den ich in Palma am Flughafen getroffen haben,
ging es mit dem Taxi vom Flughafen zum Doca de Alcantara, wo die Roald lag.
An Bord wurde ich wie immer sehr nett empfangen und habe auch gleich einige bekannte Gesichter entdeckt. Glücklicherweise fand ich dann noch eine Koje (4qu)
im "Pumakäfig", der einzigen 6-Personen-Kabine an Bord. Da der Törn aber ziemlich ausgebucht war, mussten einige Mitsegler im Messelogis
in Hängematten bzw. auf den Backskisten schlafen - dann schon lieber Pumakäfig.
Nach den ersten Einweisungen wurden die Vorbereitungen für die Begrüßung der Trainees am nächsten Tag getroffen und diverse Vorräte
in den Lasten verstaut. Leider konnte der Törn nach Ankunft der Trainees nicht direkt starten, da es noch technische Probleme mit der Motorlagerung eines Generators
gab. Da der Samstag in Lissabon Feiertag war, mussten wir noch bis Montag auf Ersatzteile warten, wodurch sich der Törnstart entsprechend verzögerte.
Dadurch blieb aber für alle an Bord genug Zeit, mal einen Abstecher in die Stadt Lissabon zu machen, die schon sehr sehenswert ist. Auch die Kneipen in der
Nähe des Doca de Alcantara freuten sich über den Besuch von Roaldies in größeren Gruppen.
Ansonsten beschäftigen wir uns mit Riggtraining, Dinghi-Training,
Messing polieren, faulenzen und anderen mehr oder weniger sinnvollen Tätigkeiten. Unter anderem feierte Joachim seinen Geburtstag und bekam Besuch von einigen
netten Leuten, die er vorher in Lissabon kennengelernt hatte.
Beim Dinghi-Training hatten die vorgesehenen Bootsführer und diverse Bootsführer in Lauerstellung Gelegenheit, Erfahrungen mit dem
Beiboot zu sammeln. Es wurden diverse Mann-über-Bord-Manöver gefahren oder auch die Manöver zur Unterstützung beim Anlegen simuliert. Insbesondere
beim Riggtraining waren die neuen Trainees voll bei der Sache. Einige Mutige trauten sich sogar direkt bis auf die Royal. Bei sonnigem Wetter machte
die Kletterei den Meisten richtig Spaß.
Mehr gibt es auf der nächsten Seite.